Thea Maschalani holt Gold bei den World Reining Masters in der Schweiz

Auf der Reitanlage von Corinna Schumacher in Givrins / Schweiz wurde letztes Wochenende die Weltmeisterschaft in der Reining (Dressur des Westernreitens) ausgetragen. Insgesamt 14 Nationen ritten um den Titel in 4 Kategorien: Senioren Open, Senioren Non Pro, Junge Reiter und Junioren. Die 17 jährige Thea Maschalani aus Erbach Roßbach setzte sich mit einem souveränen Ritt gegen ihre Mitbewerber durch und holte sich den Titel „World Reining Master“ bei den Junioren. Zuvor hatte sie mit ihrem Wallach A SPARKLING GLO der deutschen Jugend Mannschaft zur Silbermedaille verholfen.

 

Die Reining wird national von der NRHA Germany betreut welche, wie alle andern Verbände der Reining reitenden Nationen, Anschlussverband (Affiliated) an die NRHA USA ist. Einige Jahre gab es eine Kooperation zwischen NRHA USA und der FEI und die Reining war Anhängsel an die Weltreiterspiele – das hatte Vor- aber auch Nachteile. In diesem Jahr ist nun wieder alleinig die NRHA USA der zuständige Dachverband für die Ausrichtung von Turnieren weltweit. Diese ersten World Reining Masters nach Corona wurden an die Schweiz vergeben und auf der wunderschönen Reitanlage von Corinna Schumacher am Genfer See ausgetragen. Alle Teilnehmer mussten sich über ein Jahr auf den NRHA Turnieren ihre Länder qualifizieren – es wurde eine sogenannte Longlist der besten Reiter geführt. Die finale Zusammenstellung der Mannschaften für Deutschland wurde dann erst vor wenigen Wochen auf dem NRHA Derby im Ostbayrischen Reitsportzentrum Kreuth entschieden. Bei dieser Quali setzte sich Thea als beste deutsche Jugendliche schon an Platz eins der Teilnehmerliste.

 

Auf den World Reining Masters selbst mussten dann alle Teilnehmer einen GoRound bestreiten. Die Wertnote (Score) des GoRound bildete auch gleichzeitig die Berechnungsgrundlage für das Mannschaftsergebnis. Thea und ihr „Specki“, wie sie ihr Herzenspferd liebevoll nennt, verhalfen mit einem score von 216 als bestes Paar der deutschen Junioren Mannschaft zur Silbermedaille. Am Samstag stand dann das Einzelfinale auf dem Zeitplan. Hier bewies sie „Nerven wie Drahtseile“ und legte sogar noch einen drauf. Mit einem unglaublichen Score von 217,5 setzte sie sich klar an die Spitze der Junioren.

Als der Ansager das Ergebnis verkündete brauch im Fanblock des deutschen Teams auf der Tribüne ein wahrer Tumult los und bei der Siegerehrung flossen die Freudentränen – Specki ließ das kalt, mit seinen 19 Jahren ist er ein alter Turnierhase, er hat unter Theas Vater George Maschalani schon so manche National Hymne gehört – man könnte meinen er könne schon mitsingen…